BrickConnect English version

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

für die Nutzung der Software-as-a-Service-Lösung BrickConnect

§ 1 Geltungsbereich, Anbieter

  1. Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung von BrickConnect (Website getbrickconnect.com und Web-App app.getbrickconnect.com, nachfolgend „Dienst“) zwischen der Gödecke Reich GmbH, De-Saint-Exupéry-Straße 10, 60549 Frankfurt am Main (nachfolgend „Anbieter“), und ihren Kunden.
  2. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.

§ 2 Ausschließlich Unternehmer

  1. Der Dienst richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verbraucher im Sinne von § 13 BGB sind von der Nutzung ausgeschlossen.
  2. Bei der Registrierung bestätigt der Kunde ausdrücklich, dass er in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt („Ich handle als Unternehmer“). Der Anbieter speichert diese Erklärung mit Zeitpunkt. Der Anbieter ist berechtigt, geeignete Nachweise (z. B. Gewerbeanmeldung, USt-IdNr.) zu verlangen und den Vertrag bei unzutreffender Erklärung fristlos zu kündigen.

§ 3 Leistungsbeschreibung

  1. BrickConnect ist eine webbasierte Software zur Verwaltung und Synchronisation von Beständen und Bestellungen von LEGO®-Händlern über mehrere Verkaufsplattformen (z. B. BrickLink, BrickOwl, eBay, Shopify, WooCommerce). Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus der bei Vertragsschluss gültigen Tarifbeschreibung auf der Website.
  2. Der Anbieter stellt den Dienst über das Internet zur Nutzung bereit. Eine Überlassung der Software zur Installation erfolgt nicht.
  3. Der Anbieter darf den Dienst weiterentwickeln und Funktionen ändern, sofern der vertraglich vereinbarte Kernumfang des gebuchten Tarifs nicht wesentlich eingeschränkt wird.

§ 4 Vertragsschluss und Testphase

  1. Der Vertrag über die Testphase kommt mit Abschluss der Registrierung zustande.
  2. Neue Kunden können den Dienst 14 Tage kostenlos und ohne Angabe von Zahlungsdaten testen. Die Testphase endet automatisch; es entstehen keine Kosten und keine Verlängerung, wenn der Kunde keinen kostenpflichtigen Tarif bucht. Nach Ablauf der Testphase kann der Zugang auf Lesezugriff beschränkt werden.
  3. Ein kostenpflichtiger Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde im Dienst einen Tarif auswählt und den Bestellvorgang über den Zahlungsdienstleister Stripe mit dem Button „zahlungspflichtig abonnieren“ (oder gleichbedeutend) abschließt.

§ 5 Preise und Zahlung

  1. Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung auf der Website angegebenen Preise. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der jeweils gesetzlichen Umsatzsteuer; bei Kunden im EU-Ausland mit gültiger USt-IdNr. gilt das Reverse-Charge-Verfahren.
  2. Die Vergütung ist je nach gewähltem Abrechnungszeitraum monatlich oder jährlich im Voraus fällig und wird über Stripe eingezogen. Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt.
  3. Gerät der Kunde mit der Zahlung in Verzug, darf der Anbieter den Zugang nach vorheriger Ankündigung bis zum Ausgleich sperren. Weitergehende Ansprüche bleiben unberührt.
  4. Der Anbieter kann die Preise mit einer Frist von mindestens sechs Wochen zum Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums ändern. Die Änderung wird dem Kunden in Textform mitgeteilt. Der Kunde kann in diesem Fall zum Wirksamwerden der Änderung kündigen; hierauf wird er in der Mitteilung hingewiesen. Vereinbarte Sonderkonditionen (z. B. „Founding Member“-Preise) bleiben für die zugesagte Dauer unberührt.

§ 6 Laufzeit und Kündigung

  1. Abonnements laufen für den gewählten Abrechnungszeitraum (ein Monat oder ein Jahr) und verlängern sich automatisch um denselben Zeitraum, wenn sie nicht gekündigt werden.
  2. Der Kunde kann jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen, insbesondere über das Kundenportal im Bereich „Abrechnung“ oder per E-Mail an support@ledfoto.de. Der Anbieter kann mit einer Frist von einem Monat zum Ende des Abrechnungszeitraums kündigen.
  3. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
  4. Bereits gezahlte Entgelte für einen laufenden Zeitraum werden bei ordentlicher Kündigung nicht anteilig erstattet.
  5. Nach Vertragsende kann der Kunde seine Daten 30 Tage lang exportieren bzw. einen Export anfordern; danach werden sie gelöscht (siehe AVV).

§ 7 Verfügbarkeit

  1. Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit des Dienstes von 99 % im Jahresmittel an. Hiervon ausgenommen sind angekündigte Wartungsarbeiten, die möglichst außerhalb der Hauptgeschäftszeiten erfolgen, sowie Störungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen, insbesondere Ausfälle oder Beschränkungen der Schnittstellen von Drittplattformen, des Internets oder höhere Gewalt.
  2. Eine darüber hinausgehende Verfügbarkeit oder Service-Level-Vereinbarung (SLA) besteht nur, wenn sie gesondert schriftlich vereinbart wurde.

§ 8 Drittplattformen und Synchronisation

  1. Der Dienst nutzt Schnittstellen (APIs) von Drittplattformen wie BrickLink, BrickOwl, eBay, Shopify und WooCommerce. Deren Verfügbarkeit, Funktionsumfang, Ratenbegrenzungen und Nutzungsbedingungen liegen nicht im Einflussbereich des Anbieters und können sich jederzeit ändern. Der Anbieter wird Änderungen mit angemessenem Aufwand nachvollziehen, schuldet aber keine Unterstützung einer bestimmten Plattform über deren tatsächliche Verfügbarkeit hinaus.
  2. Der Kunde ist selbst für die Einhaltung der Nutzungsbedingungen der Plattformen sowie für die Sicherheit und Gültigkeit seiner Zugangsdaten verantwortlich.
  3. Bestandsabgleiche erfolgen automatisiert und mit technisch bedingten Verzögerungen. Der Anbieter kann nicht garantieren, dass Überverkäufe („Overselling“) in jedem Fall verhindert werden, etwa bei zeitgleichen Verkäufen auf mehreren Plattformen oder bei Störungen einer Plattform. Der Kunde prüft Bestellungen vor Versand in eigener Verantwortung.

§ 9 Pflichten des Kunden

  1. Der Kunde stellt sicher, dass die von ihm eingegebenen oder über Plattformen eingespielten Daten richtig sind und dass er zu ihrer Verarbeitung berechtigt ist.
  2. Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und informiert den Anbieter unverzüglich bei Verdacht auf Missbrauch.
  3. Der Kunde sichert geschäftskritische Daten zusätzlich in eigener Verantwortung, etwa über die Exportfunktionen des Dienstes oder der Plattformen.
  4. Der Kunde nutzt den Dienst nicht missbräuchlich, insbesondere nicht zur Überlastung der Systeme, zum automatisierten Abruf außerhalb der vorgesehenen Schnittstellen oder für rechtswidrige Zwecke.

§ 10 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet (insbesondere Daten der Käufer des Kunden), gilt der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), der mit Annahme dieser AGB geschlossen wird. Im Übrigen gilt die Datenschutzerklärung.

§ 11 Nutzungsrechte

  1. Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Recht, den Dienst im Rahmen des gebuchten Tarifs für eigene geschäftliche Zwecke zu nutzen.
  2. Alle Rechte am Dienst verbleiben beim Anbieter. Die Daten des Kunden bleiben Eigentum des Kunden.

§ 12 Haftung

  1. Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
  2. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, je Schadensjahr höchstens auf die Summe der vom Kunden in den letzten zwölf Monaten vor dem Schadensereignis gezahlten Entgelte.
  3. Im Rahmen von Absatz 2 ist die Haftung für entgangenen Gewinn, ausgebliebene Einsparungen und mittelbare Schäden, insbesondere aus fehlerhaften oder verzögerten Synchronisationen, Überverkäufen oder Preisänderungen, ausgeschlossen.
  4. Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in Höhe des Aufwands, der bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Kunden (§ 9 Abs. 3) zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre.
  5. Die verschuldensunabhängige Haftung für bei Vertragsschluss vorhandene Mängel (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB) ist ausgeschlossen.
  6. Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

§ 13 Änderungen der AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies aufgrund geänderter Rechtslage, Rechtsprechung, technischer Entwicklungen oder neuer Funktionen erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt. Änderungen werden mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Inkrafttreten, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Folge und das Widerspruchs- sowie Kündigungsrecht wird in der Mitteilung hingewiesen. Änderungen der Hauptleistungspflichten bedürfen der Zustimmung des Kunden.

§ 14 Schlussbestimmungen

  1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
  2. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, Frankfurt am Main (Sitz des Anbieters).
  3. Vertragssprache ist Deutsch. Übersetzungen dienen nur der Information; bei Abweichungen gilt die deutsche Fassung.
  4. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.